AKTUELLES
13.08.2026.
Die meisten Verfahren zur Gesichtsverjüngung setzen an einer einzigen Struktur an: an der Haut. Volumen wird ersetzt, Falten werden unterspritzt, Kollagen wird stimuliert. Was dabei lange unbeachtet blieb, ist die Muskelschicht darunter. Denn mit dem Alter verliert nicht nur die Haut an Spannkraft — auch die mimische Muskulatur verändert Tonus und Position. EMFACE ist das erste Verfahren, das beide Ebenen in derselben Sitzung adressiert.
EMFACE kombiniert zwei Energieformen, die gleichzeitig über selbstklebende Applikatoren auf Stirn und Wangen abgegeben werden:
Synchronisierte Radiofrequenz (RF) erwärmt die Dermis kontrolliert. Die thermische Reizung regt Fibroblasten an, vermehrt Kollagen und Elastin zu bilden — ein Effekt, der für Radiofrequenz in der Dermatologie seit Jahren dokumentiert ist. Die Anwendung von Radiofrequenz zur Hautverjüngung ist umfassend untersucht; eine gesteigerte Kollagen- und Elastinproduktion konnte nachgewiesen werden, wobei sich bestehende gealterte Fasern zusätzlich strukturell reorganisieren.
HIFES (High-Intensity Focused Electrical Stimulation) löst über die Depolarisation motorischer Nerven supramaximale Kontraktionen gezielter Gesichtsmuskeln aus — deutlich intensiver, als sie willkürlich möglich wären.
Behandelt werden dabei vor allem der Musculus frontalis sowie die Wangenmuskulatur. Beide Energien wirken zeitgleich, nicht nacheinander.
Das Standardprotokoll ist in den Studien einheitlich: vier Sitzungen à 20 Minuten im Abstand von etwa einer Woche, mit Nachkontrollen nach einem und drei Monaten. Die Intensität von HIFES und RF wird während jeder Sitzung individuell nach Rückmeldung der Patientin angepasst.
Die Behandlung erfolgt im Liegen, ohne Betäubung, ohne Nadeln und ohne Ausfallzeit — Make-up und Schmuck werden vorab entfernt.
Spürbar ist während der Sitzung ein Wärmegefühl in Kombination mit rhythmischen Muskelkontraktionen. Die meisten Patientinnen beschreiben das als gut tolerierbar.
Hier lohnt Genauigkeit, weil im Netz sehr unterschiedliche Zahlen kursieren. Belastbar sind unter anderem folgende Ergebnisse:
Wichtig zur Einordnung: Ein erheblicher Teil dieser Studien wurde vom Gerätehersteller gesponsert. Bei der Ultraschall-Pilotstudie stellte BTL Industries als Sponsor das Studiengerät zur Verfügung. Das entwertet die Daten nicht, gehört aber zur seriösen Kommunikation dazu — und genau diese Transparenz unterscheidet eine ärztliche Ordination von einem Beauty-Salon.
Sinnvoll ist die Methode vor allem bei beginnendem Elastizitätsverlust, nachlassender Kontur im Wangen- und Kieferbereich sowie bei feinen Linien im Stirnbereich — also dort, wo eine Straffung erwünscht ist, aber weder Volumenaufbau noch ein chirurgischer Eingriff infrage kommt.
Nicht geeignet ist EMFACE als Ersatz für ein Facelift bei ausgeprägter Hauterschlaffung.
Ausschlusskriterien sind unter anderem:
Die individuelle Eignung wird im ärztlichen Erstgespräch geklärt.
Berichtet werden vorwiegend leichte Rötung und ein Wärmegefühl, das kurz nach der Sitzung abklingt. Eine retrospektive Auswertung, publiziert über die American Society for Dermatologic Surgery, berichtete eine Patientenzufriedenheit von 94,6 % ohne aufgetretene Nebenwirkungen.
Ob EMFACE für Ihren Befund die richtige Methode ist, lässt sich nur nach ärztlicher Untersuchung beurteilen. Vereinbaren Sie ein Erstgespräch in der Ordination Dr. Agnese Nitto in [ORT].